Weit mehr als 2 000 Wirtschaftsunternehmen fordern inzwischen ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz – „und zwar aus voller Überzeugung“. So der Forderungskatalog der Entrepreneurs For Future, dem die AKUT Partnerschaft nun durch Unterzeichnung beigetreten ist.

Für den 20. September hat die Initiative #FridaysForFuture zum globalen Klimastreik aufgerufen. Vom Erfolg dieser Initiative hängt es ab, ob ausreichend Druck auf die Regierung für sofortiges und konsequentes Handeln aufgebaut werden kann. Längst darf dieses Engagement nicht mehr nur den jungen Menschen überlassen bleiben.

Auch wir sehen uns veranlasst, von der Regierung wirksame politische Weichenstellungen einzufordern. Seit mehr als 30 Jahren arbeiten wir bei AKUT vorwiegend an technischen Lösungen für den Umweltschutz. Jetzt, da der Urwald brennt und Deutschland von extremen Wetterlagen betroffen ist, muss die Dringlichkeit einer zielgerichteten Klimapolitik deutlich geworden sein.

Bürger*innen und Unternehmen dürfen nicht dulden, dass die bereits im Pariser Vertrag international ausgehandelten Mindestanforderungen zur Begrenzung der Erderwärmung von der Bundesregierung weiterhin missachtet werden.

Noch nie waren so drastische Maßnahmen für den weltweiten Schutz unserer Umwelt erforderlich. Deshalb unterstützen auch wir den Aufruf zum Klimastreik am 20. September. An diesem globalen #FridayForFuture bleibt unser Büro geschlossen. Begleiten Sie uns auf dem Betriebsausflug zum Kanzleramt.

Weitere Informationen für Unternehmen und zur Unterzeichnung des Apells: www.entrepreneurs4future.de

Betriebe, die Produktions­ab­wässer in die Kanalisation einleiten (Indirekteinleiter), müssen die  Einleitbestimmungen der jeweiligen Entwässerungsbetriebe einhalten. Bei steigenden Anforderungen sind besonders ökonomische Lösungen gefragt, die zumeist den Neubau einer kompletten Abwasserreini­gungs­anlage ausschließen. So auch im Falle der Phosphatieranlage bei der Robert Bosch Automotive Steering GmbH in Berlin-Wittenau.

Die aktuellen von uns durchgeführten Ablauf­unter­suchungen bestätigen die vorgenommene technische Anpassung und Optimierung einer chemisch-physikalischen Abwasser­behand­lungs­anlage. Die gemessenen Gesamt-Phosphat-Werte im Ablauf der Reinigungs­anlage nach dem Umbau unterschritten die neuen Grenzwerte für Einleitung in das Kanalnetz der Berliner-Wasserbetriebe (BWB) um bis zu 90 Prozent.

Die Ablaufgrenzwerte für Gesamt-Phosphat waren von den BWB im Vorfeld auf 50 mg/l herabgesetzt wurden.

Die Robert Bosch Automotive Steering GmbH hat sich zur sicheren Einhaltung des herabgesetzten Einleitungs­grenz­wertes für Phosphat für die technische Ergänzung der vorhandenen Anlage zur Entfernung von Metallionen aus dem Abwasser entschieden.

AKUT Partner hat die kosten­günstige Anpassungs-Lösung nach einer intensiven Bestandsaufnahme konzeptioniert.

Durch Umbau, technische Ergänzung und Optimierung der vorhandenen Behandlungs­anlage wird das Phosphat (jetzt zusätzlich zu den schon vorher gefällten Metallionen) im Abwasser mit automatisch dosiertem Kalk gefällt und in einer ebenfalls schon vorhandenen Kammer­filter­presse aus dem Abwasser abgetrennt.

Das ausgewählte Anlagenkonzept wurde mit einer Ausschreibung bis zur Endabnahme und Inbetrie­bnahme weiter begleitet. Die vom Auftraggeber gewünschte TÜV-Abnahme der jetzt teilautomatisch betriebenen chemisch-physikalischen Abwasseranlage bestand die Anlage ohne Nachforderungen.

Durch eine weitgehende Automatisierung der Abwasserbehandlung werden die Anlagenfahrer zeitlich entlastet und die eingesetzte elektrische Energie wird reduziert.

Die geringen Investitionskosten (im Vergleich zu einer neu zu installierenden Abwasser­behand­lungs­anlage) und die positiven Effekte auf die Betriebskosten stärken die Wirtschaftlichkeit der Phosphatieranlage in Berlin-Wittenau.

Photo: Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Berlin – Wittenau.
Pufferbehälter für das phosphathaltige Abwasser, im Hintergrund die Kammerfilter­presse zur Abtrennung des Kalkschlamms.

Insgesamt sind die Rahmenbedingungen in Südafrika für die Verstromung von Klärgas eher schwierig. Die Vergütung der Einspeisung aus Erneuerbaren Energien wird dort auf Versteigerungen festgelegt. Dieses Vorgehen bevorzugt skalierbare Technologien, wie zum Beispiel Photovoltaik. Biogas dagegen ist beschränkt durch die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Diese Einschränkung trifft insbesondere auf die Verstromung von Klär- und Deponiegasen zu. Auch das Alleinstellungsmerkmal von Biogas, nämlich die einfache Speicherfähigkeit des Brennstoffes und die von der Produktion unabhängige Stromerzeugung zu Spitzenzeiten, wird durch dieses Vergabeverfahren nicht gewürdigt.
Ökonomisch entscheidend sind auf dem südafrikanischen Energiemarkt allein die Ersparnisse des Eigenstromverbrauchs. Dabei sind die aktuellen Strompreise von rund 1,20 Rand/kWh (rund 0,08 €/kWh) für deutsche Verhältnisse niedrig. Allerdings hat sich der Strompreis seit 2007 vervielfacht: seinerzeit lag er bei 0,013 €/kWh. Darüber hinaus sind jährliche Preissteigerungen von 10% angekündigt.
In diesem Spannungsfeld wurde AKUT durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH beauftragt, zwei Studien zur Nutzung von Klärgas für die beiden Kläranlagen Kingstonvalle und Zeekoegat zu erstellen.

Ökonomischer und ökologischer Gewinn

Vor dem aktuellen Hintergrund der Wasserknappheit in Kapstadt wird die Relevanz und Brisanz des Themas sehr deutlich. Der Mangel an Niederschlägen wird vorrangig auf den Klimawandel zurückgeführt. In den Studien werden deshalb neben ökonomischen Vorteilen auch Emissionsminderungen, hier Minderungen von Methanemissionen, als wesentlicher Vorteil identifiziert. Zurzeit wird das bei der Klärschlammfaulung entstehende Gas ohne weitere Maßnahmen in die Atmosphäre entlassen. Dies soll nun dahingehend geändert werden, dass das Gas gefasst, aufbereitet und zur Stromerzeugung genutzt wird.
In der Untersuchung wurden detaillierte Vergleiche verschiedener technischer Komponenten, Betriebsmodelle und Organisationsformen angestellt. Diese zeigen:
In beiden Klärwerken kann der ökonomische Gewinn durch die optimierte Auslastung der bereits vorhandenen Faultürme maximiert werden. Die Auslastung der Faulung soll gesteigert werden durch die Zugabe von sogenannten Co-Substraten. Dazu eignen sich entweder Faulschlämme benachbarter Klärwerke oder Abfälle aus der Agroindustrie. Letztere wurden durch die lokalen Mitarbeiter von AKUT identifiziert, so dass spezifische Modellrechnungen durchgeführt werden konnten. Dabei wurden sowohl das Biogaspotential als auch die Transportkosten berücksichtigt.
Ökonomisch sinnvoll sind demnach bereits die Varianten mit einer ausschließlichen Behandlung der klärwerkseigenen Klärschlämme. Zwar verringern sich dadurch die Investitionskosten aber aufgrund der geringeren Gasproduktion reduziert sich auch die Rentabilität.
Neben den technischen Komponenten und den verschiedenen Betriebsführungen wurden auch Betreibermodelle, vom Eigenbetrieb bis zu BOT Modellen, untersucht. Aus sechs verschiedenen Betreibermodellen wurden jeweils zwei Vorzugsvarianten ermittelt.
Die Entscheidung liegt nun im Feld der Politik. Sollen die Maßnahmen umgesetzt werden? Welche der Vorzugsvarianten erhält den Vorzug? GIZ und AKUT sind bereit, die Kommunen City of Tshwane und Mbombela weiter zu unterstützen – sowohl in der Entscheidungsfindung als auch in der technischen Umsetzung.

Vom 22. bis zum 26. Oktober fand in Frankreich die gemeinsame Konferenz „s2small 2017“ der IWA Arbeitsgruppen Kleine Kläranlagen, EcoSan und Dezentrale Kläranlagen statt. Florent Chazarenc von der IMT Atlantique und Organisator der Konferenz betonte, dass kleine Systeme ein entscheidender Teil der Lösung für die humanitären Probleme der Welt sind: „Small is beautiful, efficient and affordable – small is the future“. Mehr als 200 Teilnehmer folgten dem Aufruf und diskutierten ihre Lösungsvorschläge aus den Bereichen Ressourcenorientierte Abwassersysteme, Abwasserbehandlung- und Verwertung.

Als deutschen Beitrag zur Verbesserung von kleinen Kläranlagen stellte Heribert Rustige, AKUT Partner aus Berlin, das neue Arbeitsblatt DWA-A 262 zum Thema Pflanzenkläranlagen vor. Dieses erscheint voraussichtlich im November 2017 und ersetzt das bisherige mit Datum von 2006. Im Unterschied dazu wurden zahlreiche neue Lösungen bzw. Systemvarianten in das neue Arbeitsblatt aufgenommen. Dazu zählt das sogenannte Französische System, das aus einer Kombination mit Rohwasservorbehandlung in einem bepflanzten Kiesfilter und einer Nachbehandlung in einem bepflanzten Sandfilter besteht (z.B. Phragmifiltre). Besonders innovativ ist auch das neu beschriebene Bodenfilterverfahren mit aktiver Belüftung. Dieses wurde von Scott Wallace in den USA entwickelt und mehrere Jahre in Deutschland intensiv vom UFZ Leipzig getestet.

Internationales Interesse an Deutscher  Pflanzenkläranlagenrichtlinie

In der Vergangenheit hatte das A 262 bereits Interesse aus anderen Ländern auf sich gezogen. Zuletzt war es ins Russische übersetzt worden. Auch auf die Veröffentlichung der aktuellen Fassung warten bereits viele Anwender. Die englische Übersetzung wird im nächsten Jahr ebenfalls über die DWA in Hennef zu beziehen sein.

Der Vorteil eines solchen, detaillierten Regelwerks besteht in der erhöhten Sicherheit für Planer und Betreiber. Das Arbeitsblatt nennt minimale Anforderungen an die Dimensionierung von Bodenfiltern und beruft sich auf Werte, die aus der Praxis stammen.  Der Anwender muss jeweils prüfen, ob die Randbedingungen in seinem Anwendungsfall zutreffend sind. Dabei hebt das Regelwerk auf die Behandlung von häuslichem und kommunalem Schmutzwasser, einschließlich Mischkanalisation ab. Darüber hinaus wird auch die Behandlung von Grauwasser in Bodenfiltern berücksichtigt.

Hilfreich sind die Tabellen, die zum Beispiel die verschiedenen Abwasserzusammensetzungen oder spezifische Bemessungswerte berücksichtigen. Verschiedene sinnvolle Verfahrenskombinationen werden aufgezeigt. Rustige betonte allerdings in seinem Vortrag, dass sich die Richtlinie nicht als eine einfache Bauanleitung versteht, denn es werden Fachkenntnisse vorausgesetzt. Auch werden keine Bemessungsformeln oder Modellierungsansätze aufgezeigt, weil sich diese in der Praxis noch nicht bewährt haben. Interessanter ist vielmehr die Darstellung von Mindestanforderungen, mit denen sich bestimmte Ablaufwerte bzw. Reinigungsgrade erzielen lassen. Bei der theoretischen Modellierung der Reinigungsgrade werde leider häufig nicht berücksichtigt, dass die Hydraulik oder der Sauerstoffübergang entscheidende limitierende Faktoren sein können, die im schlimmsten Falle zu einem totalen Versagen des Bodenfilters durch Kolmation führen. Besser ist es da, sich an den aus der Praxis hergeleiteten statistisch relevanten Ergebnissen zu orientieren, wie sie im A 262 verwendet werden.

AKUT war auf dem 1. African Biogas Forum in Nairobi prominent vertreten. Dieses sollte die nachhaltige Entwicklung des Biogas-Sektors in Afrika, insbesondere Kenia, fördern und begleiten. Das Forum wurde durch den kenianischen Staatssekretär Hon. Charles Keter und den Stellvertretenden Deutschen Botschafter S.E. Michael Derus eröffnet. Die Veranstaltung wurde durch die GIZ und die Initiative „Renewables – Made in Germany“ unterstützt. Deren Aufgabe ist es, über die Leistungsfähigkeit, Effizienz und Verlässlichkeit deutscher Unternehmen zu informieren.

An dem Stand von AKUT präsentierten unsere kenianischen Kollegen das Leistungsspektrum in den Bereichen Biogas, Abwasser und Entwicklungszusammenarbeit. Darüber hinaus referierte unser Mitarbeiter Dipl.-Ing. Romas Radtke unsere verschiedenen kenianischen Projekte. Diese reichen von der häuslichen Kleinbiogasanlage, Schul-Energiestationen mit Anaerobtechnik, aerober und anaerober Abwasserreinigung bis hin zu industriellen Biogasanlagen, wie zuletzt in Kericho. Der Schwerpunkt der Präsentation lag hierbei auf der Wirtschaftlichkeit von Kleinbiogasanlagen und semi-industriellen Biogasanlagen unter den gegebenen Rahmenbedingungen in Kenia. Sein Fazit: „mit dem jetzigen Einspeisetarif ist es für die meisten mittleren landwirtschaftlichen Betriebe mit Abfallmengen zwischen 5 und 15 Tonnen am Tag noch nicht wirtschaftlich sinnvoll, Biogas zu erzeugen. Anlagen, bei denen die Behandlung von Abwässer oder Abfällen im Vordergrund stehen, stellen davon eine Ausnahme dar, weil die Biogasnutzung hier einen zusätzlichen Mehrwert bietet.“

Als Teilnehmer der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Biogas Lösungen“ stellte Radtke die verschiedenen auf den jeweiligen Anwendungsfall angepassten Lösungsansätze von AKUT dar. Die Biogasspezialisten sind seit dem Jahr 2006 auf dem kenianischen Markt präsent. Intensiv wurde auf dem Forum die Forderung nach einer Anpassung der Einspeisevergütung für Strom aus Biogas erneuert. Federführend ist hierbei ein Arbeitskreis aus Mitgliedern der Biogas-Industrie und von Nutzern. Die geforderte Erhöhung der Einspeisevergütung von 10 auf 15 US Cent pro kWh würde eine Vielzahl von Projekten ermöglichen, die bis jetzt finanziell nicht tragbar aber ökologisch nachhaltig sind. Zurzeit beschränkt sich der Markt für die Biogasindustrie auf Kunden mit hohen Abfallaufkommen und zugleich hohem Energiebedarf. Durch eine angemessene Einspeisevergütung würde es sinnvoll, Biogas für den allgemeinen Markt zu verstromen.

Zugleich wurde deutlich, dass die Vorteile von Biogas, insbesondere gegenüber der Photovoltaik, in Kenia nicht ausreichend von den politischen Entscheidungsträgern gewürdigt werden. Auf der anderen Seite zeigte sich aber auch, dass der kenianische Markt, trotz aller Einschränkungen, im Vergleich mit anderen Ländern der sub-Sahara Afrikas bereits weit entwickelt ist.

In unserem neuen Forschungsvorhaben, das zum 1. Juni 2016 startete, wollen wir die Vorteile in der Kombination von technischen Behandlungsstufen mit Pflanzenkläranlagen demonstrieren. Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB) und den Berliner Wasserbetrieben (BWB) errichten wir eine Pilotanlage auf dem Klärwerk Schönerlinde, um die zusätzliche Entfernung von Spurenstoffen aus dem Kläranlagenablauf zu erproben. In diesem Fall werden zwei verschiedene Typen von Pflanzenkläranlagen mit einer vorgeschalteten Ozonstufe betrieben. Mit dieser Verfahrenskombination sollen beispielsweise diejenigen schwer abbaubaren Medikamentenrückstände zerstört und reduziert werden, die ohne zusätzliche Vorbehandlung Kläranlagen, bewachsene Bodenfilter und aquatische Feuchtgebiete nahezu unbeschränkt passieren.

Das Projekt ist eingebunden in einen europäischen Forschungsverbund mit dem Namen AquaNES. 30 Partner aus 10 Ländern beteiligen sich daran mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Neben der Abwasserbehandlung spielt die Trinkwasseraufbereitung bzw. die Kreislaufführung mit Grundwasseranreicherung aus belasteten Oberflächengewässern ebenfalls eine wichtige Rolle.

Gleichzeitig sollen in diesem Projekt innovative Messverfahren zur schnellen Erfassung von E.coli und Antibiotica Resistenzen im Abwasser angewendet werden. Mit Hilfe von neuen Bewertungsmethoden und der Entwicklung von Entscheidungshilfen einschließlich umweltbezogenem, kostenbezogenem und sozialem Life Cycle Assessment (LCA) und Ecosystem Services Analysis (ESA) werden Planer und Anwender unterstützt.

Valérie Bénard, zuständige Referentin im Europäischen Büro für Kleine und Mittlere Unternehmen (EASME), hatte beim ersten Treffen der Projektpartner Anfang Juni in Basel deutlich gemacht, dass an das Projekt große Erwartungen gestellt werden. Nach der über ein Jahr dauernden Ausschreibungsprozedur im Call „Water-1b-2015“ für Innovative Demonstations- und Pilotanlagen im Programm Horizon2020 waren aus 160 eingereichten Projektvorschlägen nur 8 Vorhaben zur Umsetzung ausgewählt worden. Das Projektvolumen beträgt insgesamt 10,7 Mio EUR, und wird zu 73 Prozent öffentlich gefördert. Die Federführung für dieses Projekt hat Prof. Dr.-Ing. Thomas Wintgens von der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Life Sciences, Institut für Ecopreneurship.

Die Ergebnisse aller Teilprojekte werden in den nächsten drei Jahren (Projektlaufzeit bis Mai 2019) auf verschiedensten Wegen veröffentlicht mit dem Ziel, durch eine breite Anwendung der besten Verfahren die Innovation in der Wasserwirtschaft zu stärken.

Die Aufgabe von AKUT besteht schließlich darin, Richtlinien und Hinweise für Planung und Betrieb gut funktionierender Pflanzenkläranlagen-Kombinationen zu erarbeiten. Die Versuchsanlagen weiterer Partner befinden sich dazu in Rheinbach (Deutschland), Packington (England) sowie auf den Inseln Antiparos und Thirasia in Griechenland.

 

Vom 30. Mai bis zum 3. Juni 2016 haben unsere Kunden und Geschäftspartner wieder Gelegenheit, uns persönlich auf der internationalen Fachmesse für Technischen Umweltschutz  in München zu treffen. An unserem IFAT Stand in Halle A 5 unter dem Dach von Berlin Partner informieren wir Sie über unsere neuesten Produkte und Verfahren zur Behandlung, Verwertung und Ableitung von Regenwasser und Abwässern aus Kommune, Haus und Betrieb. Auch in diesem Jahr wird unser Schwerpunkt auf angepasste, dezentrale oder kleinräumige Lösungen für den ländlichen und städtischen Raum liegen.

Ein besonderes Highlight wird unsere live-Präsentation eines selbsttätigen Abwasserbeschickungshebers sein. Dieser arbeitet völlig ohne Fremdenergie, benötigt keine Hilfkonstruktionen für ein gesicherters Anspringen und ist speziell für große Wassermengen und stark verschmutztes Abwasser ausgelegt. Mit diesem Hilfsmittel lassen sich ideale Lösungen z.B. für die Ertüchtigung von Abwasserteichanlagen, zusammenstellen.

Gerade in Gebieten mit Mischwasserkanalisation bleiben sonst vielfach nur aufwändige technische Lösungen, um alle aktuellen Ansprüche an die Abwasserbehandlung zu erfüllen. Die Kombination eines robusten Mischwasserpflanzenfilters nach dem neuen Entwurf des A-262 (Gelbdruck 2016) mit diesem Abwasserheber erlaubt den höchstmöglichen hydraulischen Wirkungsgrad bei gleichzeitig guter bis sehr guter Reinigungsleistung. Im Endeffekt können somit die hohen stofflichen Anforderungen in kleinen Mischwassernetzen erreicht werden, die sonst nur durch aufwändige Netztrennung erzielt werden.

Wenn Sie Interesse an solchen oder ähnlichen einfachen, kostensparenden und deshalb auf Dauer nachhaltigen Lösungen haben, beraten wir Sie gerne an unserem Eckstand Nr. 227/326 in Halle A 5. Selbstverständlich erhalten Sie hier auch Beratung zu unserem gesamten Leistungsspektrum einschließlich der Produktion und Erfassung von Biogas aus häuslichem Abwasser und organischen Abfällen, der Energieeinsparung und der Einspeisung von Strom und Wärme in semizentrale Netze, sowie zur SBR-Teichanlagen oder Neuartige Sanitärsysteme (NASS). Gerne können Sie mit uns vorab Termine für die IFAT vereinbaren. Teilen Sie uns bei der Gelegenheit Ihr Interesse an einer Eintrittskarte für den Besuch unseres Messestandes mit. Termine und Messekarten unter Tel. 030 52000950.

Im Rahmen des Programms „Energetische Nutzung städtischer Abfälle – EnRes“ wurde AKUT von der GIZ mit dem Arbeitspaket Biogas aus Klärschlamm beauftragt. Die Laufzeit des Projektes wird etwas über 2 Jahre betragen. AKUT arbeitet für das Vorhaben mit den mexikanischen Ingenieurbüros IBtech und UCY zusammen.

Neben der Erarbeitung eines Leitfadens zur Nutzung von Klärgas auf Kläranlagen und von Lehrmaterial für Schulungen und Seminare zum Thema, soll vor allem ein Pilotprojekt initiiert, umgesetzt und begleitet werden. Aus 27 Kläranlagen mit einer Zulaufmenge von mehr als 250 l/s wurden 8 Anlagen ausgewählt, die einer detaillierten Bestandsaufnahme im Hinblick auf Sinnhaftigkeit und technische Realisierungsmöglichkeit als Pilotprojekt der Klärgasnutzung innerhalb der kurzen Projektlaufzeit unterzogen wurden.

Für weitere Planungen wurden die Kläranlagen León, Colima und Paso Limón ausgewählt. Eine Realisierung der Anlagentechnik ist für Anfang 2017 geplant.

Zur Demonstration von Maßnahmen zur Stärkung der Landwirtschaft in der Region Souss-Massa-Draâ wurde im Dezember 2015 ein Rundweg fertiggestellt. In den vom Klimawandel stark betroffenen Oasen sind die Niederschläge seltener und heftiger geworden.

Die traditionelle Landwirtschaft ist wegen der defizitären und unregelmäßigen Wasserverfügbarkeit drastisch zurückgegangen und die Flächen sind der Erosion nach heftigen Niederschlägen ausgesetzt. Zur Verbesserung der Situation wurde ein Konzept entwickelt, das aus einer Kombination von vielen dezentralen und kleinteiligen Maßnahmen besteht. Zur Verringerung der Ersosionsgefahr wurden zum Beispiel zahlreiche Sohlschwellen bzw. kleine Dämme in den verzweigten Tälern oberhalb der Oase Tidrheste errichtet.

Durch den Wasserrückhalt wird die Infiltration in den Untergrund erhöht und nutzbares Wasser in kleinen Kanälen abgeleitet. Durch Sammeln von Regenwasser in der Fläche (Negarims) und mit dezentralen Zisternen, wird der Anbau von Olivenbäumen ermöglicht ohne auf spärlich vorhandenes Grundwasser zurückzugreifen.

Die erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit von AKUT Umweltschutz Ingenieure Burkard und Partner, Schulze-Matthes Ingenieure, der Association Ennacer de Développement (AED) von Tidrheste und der GIZ soll nach Möglichkeit fortgesetzt werden. Weitere Informationen zum Projekt und dem Thema Bewässerung, Erosionsschutz und Rainwater Harvesting in ariden Klimazonen erhalten Sie von Heribert Rustige.

Der 1,8 Kilometer lange Kupfergraben in Berlin Mitte wird aus seinem Dornröschenschlaf geholt. Von der Fischerinsel bis zum Bodemuseum soll dieser Seitenarm der Spree renaturiert und in ein Flussschwimmbad umgenutzt werden. Auf diese Weise wird zwischen Schlossplatz und Bodemuseum die historische Lebensader der Stadt wieder ins Bewusstsein geholt und bekommt eine Funktion zurück.

Durch den gemeinnützigen Verein Flussbad Berlin e.V. wurde AKUT mit der Konzeption und Planung einer Testfilteranlage zur Flusswasserbehandlung beauftragt. Beteiligt an der Planung sind weiterhin die Dr.-Ing. Pecher und Partner Ingenieurgesellschaft mbH und das Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbh.

An den Testfiltern soll die Eignung verschiedener Filter überprüft und die Auslegung angepasst werden. Die Filteranlage soll im 2. Halbjahr 2016 errichtet und bis Ende 2018 beprobt und optimiert werden.