In unserem neuen Forschungsvorhaben, das zum 1. Juni 2016 startete, wollen wir die Vorteile in der Kombination von technischen Behandlungsstufen mit Pflanzenkläranlagen demonstrieren. Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB) und den Berliner Wasserbetrieben (BWB) errichten wir eine Pilotanlage auf dem Klärwerk Schönerlinde, um die zusätzliche Entfernung von Spurenstoffen aus dem Kläranlagenablauf zu erproben. In diesem Fall werden zwei verschiedene Typen von Pflanzenkläranlagen mit einer vorgeschalteten Ozonstufe betrieben. Mit dieser Verfahrenskombination sollen beispielsweise diejenigen schwer abbaubaren Medikamentenrückstände zerstört und reduziert werden, die ohne zusätzliche Vorbehandlung Kläranlagen, bewachsene Bodenfilter und aquatische Feuchtgebiete nahezu unbeschränkt passieren.

Das Projekt ist eingebunden in einen europäischen Forschungsverbund mit dem Namen AquaNES. 30 Partner aus 10 Ländern beteiligen sich daran mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Neben der Abwasserbehandlung spielt die Trinkwasseraufbereitung bzw. die Kreislaufführung mit Grundwasseranreicherung aus belasteten Oberflächengewässern ebenfalls eine wichtige Rolle.

Gleichzeitig sollen in diesem Projekt innovative Messverfahren zur schnellen Erfassung von E.coli und Antibiotica Resistenzen im Abwasser angewendet werden. Mit Hilfe von neuen Bewertungsmethoden und der Entwicklung von Entscheidungshilfen einschließlich umweltbezogenem, kostenbezogenem und sozialem Life Cycle Assessment (LCA) und Ecosystem Services Analysis (ESA) werden Planer und Anwender unterstützt.

Valérie Bénard, zuständige Referentin im Europäischen Büro für Kleine und Mittlere Unternehmen (EASME), hatte beim ersten Treffen der Projektpartner Anfang Juni in Basel deutlich gemacht, dass an das Projekt große Erwartungen gestellt werden. Nach der über ein Jahr dauernden Ausschreibungsprozedur im Call „Water-1b-2015“ für Innovative Demonstations- und Pilotanlagen im Programm Horizon2020 waren aus 160 eingereichten Projektvorschlägen nur 8 Vorhaben zur Umsetzung ausgewählt worden. Das Projektvolumen beträgt insgesamt 10,7 Mio EUR, und wird zu 73 Prozent öffentlich gefördert. Die Federführung für dieses Projekt hat Prof. Dr.-Ing. Thomas Wintgens von der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Life Sciences, Institut für Ecopreneurship.

Die Ergebnisse aller Teilprojekte werden in den nächsten drei Jahren (Projektlaufzeit bis Mai 2019) auf verschiedensten Wegen veröffentlicht mit dem Ziel, durch eine breite Anwendung der besten Verfahren die Innovation in der Wasserwirtschaft zu stärken.

Die Aufgabe von AKUT besteht schließlich darin, Richtlinien und Hinweise für Planung und Betrieb gut funktionierender Pflanzenkläranlagen-Kombinationen zu erarbeiten. Die Versuchsanlagen weiterer Partner befinden sich dazu in Rheinbach (Deutschland), Packington (England) sowie auf den Inseln Antiparos und Thirasia in Griechenland.

 

Vom 30. Mai bis zum 3. Juni 2016 haben unsere Kunden und Geschäftspartner wieder Gelegenheit, uns persönlich auf der internationalen Fachmesse für Technischen Umweltschutz  in München zu treffen. An unserem IFAT Stand in Halle A 5 unter dem Dach von Berlin Partner informieren wir Sie über unsere neuesten Produkte und Verfahren zur Behandlung, Verwertung und Ableitung von Regenwasser und Abwässern aus Kommune, Haus und Betrieb. Auch in diesem Jahr wird unser Schwerpunkt auf angepasste, dezentrale oder kleinräumige Lösungen für den ländlichen und städtischen Raum liegen.

Ein besonderes Highlight wird unsere live-Präsentation eines selbsttätigen Abwasserbeschickungshebers sein. Dieser arbeitet völlig ohne Fremdenergie, benötigt keine Hilfkonstruktionen für ein gesicherters Anspringen und ist speziell für große Wassermengen und stark verschmutztes Abwasser ausgelegt. Mit diesem Hilfsmittel lassen sich ideale Lösungen z.B. für die Ertüchtigung von Abwasserteichanlagen, zusammenstellen.

Gerade in Gebieten mit Mischwasserkanalisation bleiben sonst vielfach nur aufwändige technische Lösungen, um alle aktuellen Ansprüche an die Abwasserbehandlung zu erfüllen. Die Kombination eines robusten Mischwasserpflanzenfilters nach dem neuen Entwurf des A-262 (Gelbdruck 2016) mit diesem Abwasserheber erlaubt den höchstmöglichen hydraulischen Wirkungsgrad bei gleichzeitig guter bis sehr guter Reinigungsleistung. Im Endeffekt können somit die hohen stofflichen Anforderungen in kleinen Mischwassernetzen erreicht werden, die sonst nur durch aufwändige Netztrennung erzielt werden.

Wenn Sie Interesse an solchen oder ähnlichen einfachen, kostensparenden und deshalb auf Dauer nachhaltigen Lösungen haben, beraten wir Sie gerne an unserem Eckstand Nr. 227/326 in Halle A 5. Selbstverständlich erhalten Sie hier auch Beratung zu unserem gesamten Leistungsspektrum einschließlich der Produktion und Erfassung von Biogas aus häuslichem Abwasser und organischen Abfällen, der Energieeinsparung und der Einspeisung von Strom und Wärme in semizentrale Netze, sowie zur SBR-Teichanlagen oder Neuartige Sanitärsysteme (NASS). Gerne können Sie mit uns vorab Termine für die IFAT vereinbaren. Teilen Sie uns bei der Gelegenheit Ihr Interesse an einer Eintrittskarte für den Besuch unseres Messestandes mit. Termine und Messekarten unter Tel. 030 52000950.

Im Rahmen des Programms „Energetische Nutzung städtischer Abfälle – EnRes“ wurde AKUT von der GIZ mit dem Arbeitspaket Biogas aus Klärschlamm beauftragt. Die Laufzeit des Projektes wird etwas über 2 Jahre betragen. AKUT arbeitet für das Vorhaben mit den mexikanischen Ingenieurbüros IBtech und UCY zusammen.

Neben der Erarbeitung eines Leitfadens zur Nutzung von Klärgas auf Kläranlagen und von Lehrmaterial für Schulungen und Seminare zum Thema, soll vor allem ein Pilotprojekt initiiert, umgesetzt und begleitet werden. Aus 27 Kläranlagen mit einer Zulaufmenge von mehr als 250 l/s wurden 8 Anlagen ausgewählt, die einer detaillierten Bestandsaufnahme im Hinblick auf Sinnhaftigkeit und technische Realisierungsmöglichkeit als Pilotprojekt der Klärgasnutzung innerhalb der kurzen Projektlaufzeit unterzogen wurden.

Für weitere Planungen wurden die Kläranlagen León, Colima und Paso Limón ausgewählt. Eine Realisierung der Anlagentechnik ist für Anfang 2017 geplant.

Zur Demonstration von Maßnahmen zur Stärkung der Landwirtschaft in der Region Souss-Massa-Draâ wurde im Dezember 2015 ein Rundweg fertiggestellt. In den vom Klimawandel stark betroffenen Oasen sind die Niederschläge seltener und heftiger geworden.

Die traditionelle Landwirtschaft ist wegen der defizitären und unregelmäßigen Wasserverfügbarkeit drastisch zurückgegangen und die Flächen sind der Erosion nach heftigen Niederschlägen ausgesetzt. Zur Verbesserung der Situation wurde ein Konzept entwickelt, das aus einer Kombination von vielen dezentralen und kleinteiligen Maßnahmen besteht. Zur Verringerung der Ersosionsgefahr wurden zum Beispiel zahlreiche Sohlschwellen bzw. kleine Dämme in den verzweigten Tälern oberhalb der Oase Tidrheste errichtet.

Durch den Wasserrückhalt wird die Infiltration in den Untergrund erhöht und nutzbares Wasser in kleinen Kanälen abgeleitet. Durch Sammeln von Regenwasser in der Fläche (Negarims) und mit dezentralen Zisternen, wird der Anbau von Olivenbäumen ermöglicht ohne auf spärlich vorhandenes Grundwasser zurückzugreifen.

Die erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit von AKUT Umweltschutz Ingenieure Burkard und Partner, Schulze-Matthes Ingenieure, der Association Ennacer de Développement (AED) von Tidrheste und der GIZ soll nach Möglichkeit fortgesetzt werden. Weitere Informationen zum Projekt und dem Thema Bewässerung, Erosionsschutz und Rainwater Harvesting in ariden Klimazonen erhalten Sie von Heribert Rustige.

Der 1,8 Kilometer lange Kupfergraben in Berlin Mitte wird aus seinem Dornröschenschlaf geholt. Von der Fischerinsel bis zum Bodemuseum soll dieser Seitenarm der Spree renaturiert und in ein Flussschwimmbad umgenutzt werden. Auf diese Weise wird zwischen Schlossplatz und Bodemuseum die historische Lebensader der Stadt wieder ins Bewusstsein geholt und bekommt eine Funktion zurück.

Durch den gemeinnützigen Verein Flussbad Berlin e.V. wurde AKUT mit der Konzeption und Planung einer Testfilteranlage zur Flusswasserbehandlung beauftragt. Beteiligt an der Planung sind weiterhin die Dr.-Ing. Pecher und Partner Ingenieurgesellschaft mbH und das Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbh.

An den Testfiltern soll die Eignung verschiedener Filter überprüft und die Auslegung angepasst werden. Die Filteranlage soll im 2. Halbjahr 2016 errichtet und bis Ende 2018 beprobt und optimiert werden.

Von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH wurde AKUT beauftragt die Rahmenbedingungen für eine Erhöhung der Energieeffizienz der städtischen Wasserversorgung in Brasilien zu verbessern.

Die Wasserwirtschaft zählt zu den großen Energie verbrauchenden Sektoren im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen in Brasilien. Das Trinkwassersystem ist gekennzeichnet durch einen hohen Grad an Ineffizienz. Die Versorgungssysteme sind veraltet und zum Teil in einem maroden Zustand.

Das Vorhaben wird in vier Handlungsfeldern aktiv sein: (1) Unterstützung des brasilianischen Städteministeriums bei der Gestaltung Energieeffizienz fördernder Finanzierungs- und Förderinstrumente; (2) Gestaltung interinstitutioneller und intersektoraler Dialoge; (3) Erarbeitung und Nutzung technischer und ökonomischer EE-Instrumente und Methoden sowie (4) Ausbau und qualitative Verbesserung der Beratungs- und Informationsangebote für die Wasserwirtschaft im Bereich „Energieeffizienz“.

Die Laufzeit des Vorhabens ist von Anfang 2016 bis Ende 2018 vorgesehen. AKUT hat als Partner für Energieeffizienzmaßnahmen das Schweizer Ingenieurbüro Skat Consulting AG gewinnen können und eine enge Zusammenarbeit mit dem Portugiesischen Labor für Bauingenieurswesen (LNEC, Laboratório Nacional de Engenharia Civil) vereinbart, die ihre Erfahrungen im Rahmen der nationalen Initiative für effiziente Verlustkontrolle (iPerdas, Iniciativa Nacional para o Controle Eficiente de Perdas) in das Projekt mit einbringen werden.

AKUT wurde von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH mit der Weiterführung der Institutionellen Stärkung von ENACAL in Nicaragua beauftragt

Ziel der TZ Maßnahme ist die Effizienzverbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung. Dabei wird die institutionelle Stärkung des nationalen Wasserver- und Abwasserentsorgers Empresa Nicaragüense de Acueductos y Alcantarillados (ENACAL) unterstützt. Neben den Aussenstellen Boacco und Chontales werden nun auch noch St. Tomás, Camoapa und Acoyapa mit in das Vorhaben eingeschlossen.

Das Vorhaben beinhaltet die folgenden Maßnahmenbereiche:

Neben der Steigerung der Servicequalität (Versorgungsdauer und Kundenservice) geht es dabei um die Reduzierung der Außenstände und die Verbesserung der Prozesse zur ergebnis- und wirkungsorientierten Planung, Monitoring und Evaluierung u.a. durch Einführung des GIS basierten Systems SIGIL.

Zur Deckung der Betriebskosten soll vor allem die Reduzierung der physikalischen Wasserverluste, die Verringerung der Energiekosten und die Erhöhung der Einnahmen durch Ausbau und Pflege eines Kundenkatasters vorangetrieben werden.

Ein modernes System der Gewässermonitoring für Vorfluter soll eingeführt werden.

Die Betriebsführung von 14 von ENACAL betriebenen Kläranlagen soll so verbessert werden, dass die gesetzlichen Anforderungen für die Ableitung des klarwasser erfüllt werden.

Das Projekt hat eine Laufzeit von 3 Jahren.

Im Rahmen des Programms „Power Generation from Biogas for Improved Agro-processing Efficiency“ wurde AKUT beauftragt Biogas Pilot Projekte zur Verwertung von organischen Abfällen aus verschiedenen landwirtschaftlichen Produktionsprozessen zu initiieren und umzusetzen.

Aufbauend auf den in Kenia gut bewährten AKUT-Fixed-Dome-Anlagen und einem angepassten Design für gerührte Reaktoren sollen Standardanlagen für verschiedene Substrate und Anwendungen entwickelt werden.

Baufirmen, Techniker und Ingenieure werden ausgebildet und anhand der umzusetzenden Pilotanlagen trainiert. Die Projektlaufzeit wird ca. ein Jahr sein.

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz mit Peru in den nächsten Jahren hat das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mit der Abteilung für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die Unterstützung und Förderung der urbanen Infrastruktur und der institutionellen Stärkung der öffentlichen Serviceunternehmen als strategisches Ziel definiert.

In diesem Rahmen wurde das Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsunternehmen EPS Grau in Piura für die Umsetzung eines integrierten Projektes zur Verbesserung der Wasserversorgung, der Abwasserentsorgung und des Wasserressourcenmanagement ausgewählt.

AKUT wurde dazu zusammen mit dem Schweizer Partner Seecon GmbH für die institutionelle Stärkung der EPS Grau beauftragt.
Die Projektlaufzeit liegt bei 3 Jahren.

Auf dem Bild: Nach der feierlichen Unterzeichnung des Vertrages
v.l.n.r: Thilo Burkard, Vertreter AKUT; Hans Ruedi Bortis, Botschafter der Schweiz; Martin Perter, Leiter Sekretariat für Wirtschaft der Schweiz in Peru

Das Programm zur Modernisierung und Stärkung der Siedlungswasserwirtschaft – PROAGUA II – unterstützt die Umsetzung eines ambitionierten Umstrukturierungsprozesses in der peruanischen Wasserwirtschaft.

Durch das „Gesetz zur Modernisierung“ (Ley de Modernización de los Servicios de Saneamiento Nº 30045) und die Schaffung der neuen Sektororganisation OTASS (Organismo Técnico de Administración de los Servicios de Saneamiento) soll der Sektor grundlegend strukturell reorganisiert werden.

Wasserver- und Abwasserentsorgungsunternehmen (WVU), die bestimmten Leistungskriterien nicht entsprechen, sollen unter eine Übergangsverwaltung gestellt werden (Régimen de Apoyo Transitorio, RAT), um die Versorgungssituation zu verbessern.

AKUT wurde dazu mit dem Partner Como Consult GmbH beauftragt in drei Handlungsfeldern das Programm PROAGUA II zu unterstützen:
1. Umsetzung des Gesetzes zur Modernisierung der Siedlungswasserwirtschaft
2. Verbesserung der Leistungsfähigkeit von WVU in Übergangsverwaltung
3. Verbesserung des Abwassermanagements in WVU

Die Projektlaufzeit ist auf 4 Jahre angesetzt.